Schwerpunkt heutiger Konservierungen
und Restaurierungen ist der Erhalt eines Kunstobjektes und beschäftigt
sich mit dem Träger Holz, der Farbfassung
Die Fassung (v. fassen, mittelhochdt. vazzen = fassen, erfassen, ergreifen;
althochdt. fazzon, wortverwandt mit fest), bezeichnet die farbliche
Gestaltung einer Skulptur, eines Reliefs, eines Bildes oder einer
anderen Oberfläche (Bemalung, Färbelung), sowie auch die
Belegung eines Objektes mit Edelmetallen, zum Beispiel Vergoldung.
und den alterungsbedingten Erhaltungszuständen.
Beispiel: BRUEL, Mecklenburg-Vorpommern
Die durch Holzschädlinge geschädigte
Skulptur wurde konserviert und restauriert. Fehlende Holzsubstanz konnte
mit der sogenannten „Stäbchentechnik“ ergänzt, nachgeschnitzt
und anschließend farbig rekonstruiert werden.
Beispiel: GEESTHACHT, privat
Der „Historismus-Spiegel“ um 1850
mit aufwendig gearbeiteten Vergoldungen und Versilberungen in Öl-
und Polimenttechnik besaß eine Bronze-Übermalung.
Durch Lösemitteltest konnten Material
und Methode gefunden werden, die Übermalung abzunehmen.
Beispiel: AURICH, Kruzifix um 1500
Aufwendig gearbeitete Grundier- und Malschichten
wurden durch die Fassmalerei besonders in der Gotik perfektioniert. Naturgetreue
Farbwirkungen, edle Brokatstoffimitation oder Farbbrillanzen setzt eine
genaue Kenntnis über Malmaterialien und Techniken voraus. Diese Effekte
wurden häufig erst durch das „Übereinanderlegen“
verschieden deckender oder transparenter Malschichten erreicht.